Altstadtfest 2020

Altstadtfest Gedenken

Stell dir vor es ist Altstadtfest und kein Mensch geht hin… und stell dir vor das Altstadtfest ist abgesagt und Fulgura Gochtzheym war dort!

Mittelalterliche Klänge waren am Altstadtfest Sonntag im Hof des Graf-Eberstein-Schlosses in Gochsheim zu hören. Trommelklang und Gesang hallten durch die in Sonnenlicht getauchten alten Gemäuer. Altstadtfest? Ist doch abgesagt. Dies hielt die Gruppe Fulgura Gochtzheym jedoch nicht davon ab im Rahmen des Erlaubten für einen Nachmittag das Lagerleben beim Altstadtfest zu zelebrieren. Im Schatten des alten Kastanienbaumes suchten die Gewandeten Schutz vor der sengenden Sommersonne. Mittelalterliche Rauf- und Sauflieder unterbrochen durch den dumpfen Klang der Trommeln ließen Altstadtfest Stimmung aufkommen. Mit Blumen geschmückte alte Zinkwannen, gefüllt mit erfrischendem Wasser, dienten nicht nur zum Kühlen der Getränke sondern auch der kochenden Beine.

Waren Touristen an diesem Hochsommer Nachmittag selbst im Schloss eine Mangelware, so wurde doch der ein oder andere durch die lustige Gesellschaft aus dem Haus gelockt. Der Zauberer und Stelzenläufer „Riese Roland“,  hatte sich angekündigt. Er fand auch tatsächlich ein paar Kinder vor, die sich lachend über seine Kunststücke freuten. Ansonsten schien die Pest Gochsheim heimgesucht zu haben, die Straßen waren leergefegt.

Karlheinz Leicht, welcher seit Beginn der Corona Krise regelmäßig sonntagabends am Gochsheimer Stadtbrunnen zu einem Ständchen auf der steirischen Harmonika einlud, rundete den späten Nachmittag ab. Ein laues Lüftchen ließ die Gewandeten bei einem deftigen Mahl bis zu vorgerückter Stunde dem abgesagten Altstadtfest gedenken, muss man doch bis anno 2022 ausharren, um das nächste Gochsheimer Altstadtfest zu zelebrieren.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Historische Stadtführung

FLASH – Fulgura Gochtzheym bei historischer Stadtführung in Bretten

Kein Peter & Paul, kein Altstadtfest, kein historischer Umzug. Die farbenfrohen Gewänder der Fulgura Gochtzheym hängen ungenutzt im Schrank. Schade eigentlich. Irgendwie fehlt dieses Jahr etwas. Nach einer Chorprobe brachten einige Aktive diesbezüglich ihr Bedauern zum Ausdruck.  Sängerin Susanne Lindacker, welche für das Projekt „Sound of Silence“ zu FLASH gestoßen war und zugleich Stadtführerin in Bretten ist, bot kurzer Hand zwei Termine für eine historische Stadtführung in Bretten an. Am vergangenen Samstag sah man dann auch ein ungewohntes Bild an der Stadtbahnhaltestelle Oberderdingen-Industriegebiet. Zehn Gewandete warteten hier, um mit der Stadtbahn nach Bretten zu fahren. Erstaunte Blicke, neugierige Kinder und Fragen wo denn hier ein Fest sei, begleiteten die Reisenden.

Selbst in Bretten, der Stadt der historischen Gewänder, staunte man nicht schlecht. Ob man sich wohl im Datum geirrt habe? Peter & Paul sei vorbei… Der ein oder andere Tourist freute sich hingegen über das gelungene Fotomotive vor historischen Gebäuden. Vor der Führung schlenderten die Wissensdurstigen gemütlich durch die Fußgängerzone und gönnten sich bei strahlender Sonne ein leckeres Eis. Stadtführerin Susanne erschien im leuchtend grünen Gewand pünktlich am Treffpunkt Marktplatz. Im eineinhalbstündigen Rundgang durch den alten Stadtkern von Bretten erfuhr die Gruppe viel Neues über die bewegte Geschichte der Stadt. Abstecher in die Stifts- und Kreuzkirche bescherten neben reformatorischen Informationen etwas Abkühlung bei hochsommerlichen Temperaturen. Als kleinen kulinarischen Genuss gab‘s zum Abschluss selbst gebackene „Brettener Hundle“ Plätzchen und „Hexenblut“. Bevor die Gruppe wieder die Heimreise antrat, kehrten die Durstigen zu einem erfrischenden Gebräu und stärkenden Mahl in den Biergarten „Löwenhof“ ein. Die Stadtbahn brachte die bunten, lachenden Reisenden wieder wohlbehalten zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Ein gelungenes, empfehlenswertes Event das am Samstag, den 1.8. für einen weiteren Teil des Chores noch einmal stattfinden wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie singen wieder ...

Sie singen wieder ....

*Außergewöhnliche Zeiten beflügeln außerordentliche Ideen*


Corona hat nicht nur die Welt im Großen sondern auch die Vereinsaktivitäten im Kleinen stark verändert. Singen war von heute auf morgen ein No-Go. Ausgerechnet Singen, das so viel Freude in unseren Alltag bringt. Von der
Natur gelernt, von den Vögeln verfeinert, vom Menschen in Kunst verwandelt. Ob in der Kirche oder in den Chören, Singen war auf einmal tabu.
Ob richtig oder falsch, steht hier nicht zur Debatte. Tatsache ist, dass die letzte Chorprobe von FLASH Konkordia Gochsheim mit seinem Projektchor „Sound of Silence“ am 13. März stattfand. Nach anstrengender Probenarbeit tun zwei, drei Wochen Pause sicherlich gut. Irgendwann kommt aber jeder Sänger an den Punkt, an welchem er die Freude am gemeinsamen Singen vermisst.
Wie viele andere Chorleiter hat sich auch Ute Antoni viel Mühe gemacht, Stimmen einzeln eingesungen und diese an die Sängerinnen und Sänger verschickt, damit in den eigenen vier Wänden geprobt werden kann.
Sicherlich lässt sich damit das Verlangen an Gesang und Glückshormonen eine Zeitlang überbrücken, aber irgendwann kommt das drängende Bedürfnis nach Chorerlebnis. Einhaltung riesiger Mindestabstände und Minigruppen hinderten die Aktiven nicht, sich hin und wieder im Freien zu treffen, um über die Durststrecke zu kommen. Mit neuen Forschungsergebnissen stellte man fest, dass Sänger doch nicht so viel Luft um sich aufwirbeln wie ursprünglich angenommen. Die Abstände konnten kleiner und die Anzahl der Singenden größer werden. Zudem bietet sich das herrliche Sommerwetter regelrecht für eine Probe im Freien an. Klar ist das Singen im Freien schwerer, zumal mit den immer noch einzuhaltenden Mindestabständen, aber es fordert auch den einzelnen Sänger dazu auf sich auf sich selbst und nicht die sichere Stimme des Nachbarn zu verlassen. Am vergangenen Freitag war es dann nach 15 Wochen Abstinenz soweit. Nachdem mit den Behörden die rechtliche Seite durch die Vorstandschaft geklärt wurde, fand die erste gemeinsame Singstunde von FLASH mit seinem Projektchor auf dem vereinseigenen Wiesengrundstück statt.
Auch mit Abstand war die Wiedersehensfreude groß, die Umarmung erfolgte gedanklich und mit einem Lächeln. Der Chorgesang wurde durch den Gesang der Vögel untermalt und die auf dem Nachbargrundstück weidenden Schafe hörten aufmerksam zu. In den nächsten Wochen hat Chorleiterin Ute Antoni Stimmproben geplant, erst im Freien und falls das Wetter schlecht wird, ist auch der große Saal des Bürgerhauses wieder für 20 Personen nutzbar. So können die Stimmen immer wieder neu durchgemischt werden bis dann hoffentlich bald neue Lockerungen kommen. Die Sommerpause fällt in diesem Jahr flach, die Sängerinnen und Sänger hatten lange genug darauf warten müssen, bis sie ihr Lebenselixier Chorgesang wieder ausüben durften.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blaue Chorprobe

„BLAUE“ Chorprobe

Eine Chorprobe ist sowohl für Sangesfreudige wie auch für Chorleiter nicht immer ein Zuckerschlecken. Das Erlernen von Liedern ist oft harte Arbeit und neben der Freude am Singen fordert es Geist und Körper. Chorleiter sind zwar stets bemüht, dass die Sängerinnen und Sänger zufrieden aus einer Singstunde gehen, aber was kann zu dieser Zufriedenheit noch mehr beitragen als gemeinschaftliches Feiern nach der Probe?

So bot sich die Singstunde am Freitag vor Fasching für FLASH und dem „Sound of Silence“ – Projektchor förmlich dazu an, nach gemeinsamer Probenarbeit auch gemeinsam zu feiern. Der genannte Abend stand unter der Farbe „blau“. Chorleiterin Ute Antoni bot sich neben einer sehr gut besuchten Probe ein Farbspiel sämtlich denkbarer Blautöne an, in welche die Sängerinnen und Sänger gekleidet waren.

Freude lag in der Luft, Gelächter und gute Laune waren ansteckend. Dies hielt aber niemanden von einer fruchtbaren Probenarbeit ab, im Gegenteil es schien als ob die zu erlernenden Töne bereits irgendwo im Raum schwebten und nur zu ergreifen waren. Nach getaner Arbeit waren die Narren Herr der Töne und vor allem der Musikbox. Jeder hatte etwas zu Essen und Trinken mitgebracht, sodass keine Wünsche offen blieben. Mit Gesprächen, Tanz und guter Laune konnte man die „Neuen“ besser kennenlernen, die sich sichtlich wohl in der „blauen“ Sängerschar fühlten.

Haben Sie Lust bekommen noch beim Projektchor „Sound of Silence“ einzusteigen? Melden Sie sich bei Dirigentin Ute Antoni 0172/6236882 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!